Jan-Wellem-Platz (Juni 2016)

Mit der Inbetriebnahme der Wehrhahn-Linie hat der Jan-Wellem-Platz seine Funktion als Verkehrsknotenpunkt für den ÖPNV in Düsseldorf endgültig verloren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Jan-Wellem-Platz zum Hauptverkehrsknotenpunkt für Bus- und Straßenbahnlinien, bereits 1988 wurde die U-Bahnstation Heinrich-Heine-Allee zum Hauptverkehrsknotenpunkt. Trotzdem war bis zum Bau des Kö-Bogens ein weitläufiger Busbahnhof vorhanden.

Seit dem Kö-Bogen-Bau fuhren auch nur noch die Busse den Jan-Wellem-Platz an, die auch an der gleichnamigen Haltestelle hielten, die sich zuletzt zwischen dem Kö-Bogen und dem Schadowplatz befand. Nun fahren die Straßenbahnen unterirdisch und halten an den Haltestellen Schadowstraße U und Heinrich-Heine-Allee U. Derzeit deuten nur noch die Schienen und die zurückgelassenen Wartehäuschen darauf hin, dass der ÖPNV früher oberirdisch war.

 Foto: Christian Zimmer, Christian Zimmer/czfotos.de
(#) Die Gleise sind zugeteert und die Wartehäuschen mit Sitzbänken und Mülleimern warten auf ihre zukünftige Bestimmung.

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Wehrhahn-Linie: Heinrich-Heine-Allee

Ebenfalls am 12. Dezember 2015 wurde auch die neue U-Bahnstation Heinrich-Heine-Allee gezeigt. Die Besonderheit: Dort gibt es bereits zwei unterirdische Ebenen, auf denen sich eine Passage und eine U-Bahnstation befindet. Der Neubau ist also in der dritten Ebene unter diesen beiden – dementsprechend geht es auch tief runter. Wie ein Mitarbeiter der Stadt Düsseldorf dort erzählte, wurde bei diesem Bahnhof für das Gleisbett Beton statt Schotter genutzt, damit der Bahnhof schneller fertig ist. Doch beim Betreten hat man erstmal einen ganz anderen Eindruck.

Ganz unten gibt es auch ein Video.

Auch in der Heinrich-Heine-Allee dominiert weiß als Farbe.
(#) Auch in der Heinrich-Heine-Allee dominiert weiß als Farbe.

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Orkanschäden in Düsseldorf und Ratingen [UPDATE]

Am Montag zog ein Sturm der Orkan Ela über fast ganz NRW, auch über Düsseldorf und Ratingen, wo ich in den letzten Tagen unterwegs war. Dank ausgefallenen Bahnen betrug meine Fahrzeit statt einer Stunde über 3,5 Stunden. Natürlich habe ich die Gelegenheit nicht ausgelassen und einige Fotos gemacht.

Was mir in dem ganzen Chaos aufgefallen ist: Feuerwehr, THW und der Straßenbetriebsdienst haben zwar die großen Bäume auf den Straßen zersägt, jedoch oftmals am Straßenrand liegen gelassen. Meistens so, dass die Fahrspur blockiert war und dadurch unnötige Engstellen entstanden, durch die sich neben den PKW-Fahrern auch die Busse quälen mussten. Außerdem scheinen die Verkehrsteilnehmer das Chaos als Freifahrschein zu verstehen, so wurde recht oft einfach in Kreuzungen reingefahren, auch wenn ersichtlich war, dass die Fahrzeuge nicht mehr rüberkommen.

[UPDATE] Das Holz hat die Feuerwehr wohl deswegen (PDF) nicht mitgenommen:

Das Holz ist städtisches Eigentum und darf nicht von Außenstehenden mitgenommen werden. Denn Holz ist ein Wertstoff und wird als solcher der weiteren Verwertung zugeführt.

Mit anderen Worten: Die Kommunen füllen ihre leeren Kassen jetzt mit Holzverkäufen. [/UPDATE]

Durch die Immermannstraße konnte keine Straßenbahn mehr fahren.
(#) Durch die Immermannstraße konnte keine Straßenbahn mehr fahren.

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Kiss and ride

Jeder dürfte Park and ride kennen: Gemeint ist damit, dass es am Bahnhof einen Parkplatz für Autos gibt, damit man eben parken und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiterfahren kann. Wenn es statt einem Parkplatz aber nur eine Haltebucht zum kurzzeitigen Ein- und Ausladen von Mitfahrern gibt, nennt man das Kiss and ride. Das hat der Deutschen Bahn in Bayern schon Ärger eingebracht. In Düsseldorf-Derendorf nicht.

Kiss and ride

1 Küssen statt parken in Düsseldorf.